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Das Pölitz-Frühstück vom 25.02.2017

Muttilein, das Reiseunternehmen Thomas Cook hat Konkurrenz bekommen. Und zwar das Reisebüro Thomas de Maiziere. Das bietet jetzt verstärkt Reisen an. Mit der Taliban... äh, zu den Taliban. Also, nach Afghanistan. Und zwar für Flüchtlinge. Während man bei Thomas Cook für ein schönes Leben eine Menge bezahlen muss, sind die Reisen bei Thomas de Maiziere kostenlos. Also, er ist die Kosten los für die Flüchtlinge; und denen kostet es höchstens das Leben. Was will man von einem Flüchtling auch mehr verlangen. Obwohl das Auswärtige Amt sagt: „In ganz Afghanistan besteht ein hohes Risiko, Opfer einer Entführung oder eines Gewaltverbrechens zu werden. Landesweit kann es zu Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen Gewaltverbrechen kommen.“, sagt der ungläubige Thomas: Ja und? Das  könne schon sein, aber die Flüchtlinge wären ja nicht das Ziel der Anschläge, sondern höchstens Opfer. Gut, das wäre mir jetzt als Opfer aber so was  von egal, ob ich vorher Ziel gewesen bin oder hinterher nur Kollateralschaden. Tot ist tot. Vor lauter Talk-Shows über Trump haben wir offensichtlich gar nicht mitbekommen, das unser Grundgesetz geändert wurde. Artikel 1 heißt jetzt offenbar: „Die Würde des Menschen ist abschiebbar.“ Überlege mal, Muttilein, vor einem Jahr da wollte die Frauke Petry gleich an der Grenze auf Flüchtlinge schießen lassen, wenn die über die drüber machen. ... Nee nicht über die Frauke, Muttilein, über die Grenze! Da sagte die CDU: „So geht’s ja nun nicht!“ Jetzt zeigt sie der AfD, wie es richtig gemacht wird. Auf Flüchtlinge darf erst geschossen werden, wenn sie über die Grenze wieder drüber sind, die afghanische. Und zwar von den Taliban. Dabei müsste gerade de Maiziere wissen, was Abschiebungen bedeuten. Hätte nämlich der Brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm im 17. Jahrhundert die Hugenotten-Familie de Maiziere, die aus Frankreich, geflohen war, weil sie dort nach der Bartholomäusnacht ihres Lebens nicht mehr sicher war, wieder dorthin abgeschoben, wäre uns Thomas de Maiziere heute als Innenminister vielleicht erspart geblieben. Ja, Muttilein, so drastisch muss man das sehen. Hätte Friedrich Wilhelm gesagt: „In meinen Augen ist Frankreich ein sicheres Drittland“, dann wäre früh um viere die Kutsche vorgefahren, mit der vorher schon die Sarrazins eingesammelt wurden – daher auch der Begriff Sammelabschiebung -  nun noch rein mit die de Maizieres und heidewitzka ab nach Frankreich. Dazu hätten dann die „Langen Kerls“ gesungen: „Bis früh um fünfe, kleine Maus, müssen die Hugenotten raus.“ Dann hätte man sie über die Grenze gerumpelt und den Dragonern Ludwig XIV. vor die Füße gekippt, die dann von ihnen Hab und Gut erpressten, die Frauen vergewaltigten und ihnen das Lesen der Bibel verboten. So eine Art französische Taliban, quasi. Wobei das mit dem Nichtlesen der Bibel ist bei dem Thomas die Misere bis heute geblieben. Sonst müsste er ja die Stelle im 3. Buch Moses kennen, die ja auch sein Leben betrifft: „Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde gewesen.“

 

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mdr1 Radio Sachsen-Anhalt

 
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