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Die Pölitz-Kolumne vom 16.12.2017

Ich bin gerade dabei, einen Brief zu schreiben. Briefe waren in der Geschichte des Abendlandes schon immer von großer Bedeutung. Denken wir nur an die Briefe, die einst ein gewisser Paulus schrieb: Paulus schrieb an die Korinther: „Strickt euch Socken, bald wird´s Winter.“ Paulus ließ die Amis wissen: „Der Kaugummi muss raus beim Küssen.“ Gut, nicht alle seine Briefe zeigten auch ihre Wirkung. Aber Paulus ließ sich selbst von Rückschlägen nicht entmutigen und schrieb weiter. Paulus schrieb der SPD: „Politik – ojeh-ojeh!“ Paulus schrieb der Reichskanzlei: „Mit Stalingrad ist es vorbei“. ... Nee, Tschuldigung, das war ja jetzt ein anderer Paulus. Es gibt eben auch Briefe, die nicht echt sind. Die Emser Depesche z.B. wurde von Bismarck verfälscht und führte 1870 zum Krieg gegen die Franzosen. Oder denken wir an die Fahrzeugbriefe! In denen sind die Abgaswerte gefälscht und führen nun zum Krieg gegen den Diesel. Aber weil wir gerade bei Fahrzeugen sind: Da spielte jetzt auch ein Brief eine Rolle, der mit einem Lkw zu tun hat, der vor einem Jahr verkehrswidrig auf dem Berliner Weihnachtsmarkt geparkt wurde und zwar so, dass dabei 12 Menschen ums Leben kamen und 70 schwer verletzt wurden. Wie es sich herausstellte war das eine Form von betreutem Töten, da die Polizei nichts unternommen hatte um dem Fahrer rechtzeitig seine ungültigen Flebben abzunehmen; und ihm dadurch einen Freibrief für seine Amokfahrt verschafft hat. Nun schrieben die Angehörigen der Opfer einen Brief an die Bundeskanzlerin. Und zwar einen offenen. Weil ihnen zum Zukleben die Spucke weggeblieben ist, wie mit ihnen bisher umgegangen wurde. Während sich die Kanzlerin bereits einen Tag nach dem Anschlag bei einem Gedenkgottesdienst den Hintern medienwirksam breitgesessen hat, haben sich die Angehörigen die Hacken wund laufen müssen, um sich nach den Opfern zu erkundigen. Statt einer Kondolenz von der Kanzlerin, bekamen sie die Impertinenz der Behörden zu spüren, die ihnen die Rechnungen und Mahnungen für die Obduktion ihrer toten Angehörigen schickten. Da bekommt der Spruch den „Den Toten die Ehre, den Lebenden die Mahnung“ eine ganz neue Bedeutung. Und deshalb will ich jetzt auch einen Brief schreiben. So unter dem Motto: Pölitz schreibt den Islamisten: Streicht Deutschland von den Terrorlisten. Denn die Zerstörung unserer christlichen Werte wie Mitgefühl, Näch-tenliebe und Pietät kriegen unsere Politiker auch ohne Euch hin. In diesem Sinne: Mahlzeit!

Wer nicht lesen will, kann hören
bei mdr-Radio Sachsen-Anhalt