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Die Pölitz-Kolumne vom 09.06.2018

Diese Woche war voll Pfeffer.
Treffer folgte ihr auf Treffer.
Kim Jong-un traf Donald Trump,
Der für ihn bisher nur ein "Lumpenstrump".
Und Donald seinerseits verlieh an Kim das Prädikat:
"Kleines dickes Psychopath".
Doch nun sah beide man in Singapur,
Wie sie sich herzten dort in einer Tour.
Sie grinsten in die Kameras bei dem Polit-Klimbim.
Andauernd grapschte Donald nach der Hand von Kim.
Schon beim Laufen durch den Park
Drückte er sie ausdrucksstark.
Über'n Tisch beim Mittagessen,
Sah man ihn Kim's Händchen pressen.
Danach zärtlich auf dem Stuhl.
Man dachte schon, sie wären schwul.
Und Donalds Hand noch wohlig zittert,
Als er der ganzen Welt dann twittert
Von der "warmen Atmosphäre",
Die es in Singapur gewesen wäre.
So fehlte nach der Unterschrift auf dem Beschluss,
Dass man sich wieder treffen muss,
Am Ende nur der Bruderkuss.
Doch lassen wir jetzt das Gekicher,
Die Welt wird doch nur dadurch sicher,
Wenn man sich trifft mit Worten statt Raketen.
Denn wer sich trifft, kann sich nur schwer befehden.
Gut, nehmen wir mal Merkel und Seehofer aus.
Wenn die sich treffen, sieht es danach meist noch doofer aus.
Und wenn sie sich die Hände geben vor der Presse,
Ein jeder denkt: "Ich hätte meine Hand jetzt gern in deiner Fresse."
Sie treffen sich mit jedem Wort in Mark und Bein.
Wenn Änschie "Ja" sagt, sagt der Hotte "Nein!"
Und sagt sie "Hüh!", dann sagt er "Hott!".
So fährt man das Regierungsschiff zu Schrott.
Denn Hotte sieht sich als Einmanntorpedo.
Krieg ich nicht was ich will, so ist sein Credo,
Treff ich alleine eben die Entscheidung.
Ich dulde keinerlei Beschneidung.
So wird ein Treffen mit ihm stets zum Waterloo
Und die Regierung zum Ragout.
Denn hat bei ihrem nächsten Treffen keiner eingelenkt,
Dann heißt es: Treffer und versenkt.
Doch dieses Treffen int'ressiert zur Zeit hier keine Topsau.
Ob in Flensburg oder Unterkoskau
Int'ressiert nur eins: Wie treffen Jogis Jungs in Moskau?

Wer nicht lesen will, kann hören
bei mdr-Radio Sachsen-Anhalt